18.12.2019

GGS Lohberg erhält rundum erneuerte Außenanlagen

Aus einer öden Fläche soll bis Mitte 2020 ein spannender, einladender Schulhof werden.

Der Stadtrat beschließt, rund 1,1 Millionen Euro zu investieren: für einen Schulhof mit vielen Spielmöglichkeiten, abwechslungsreichen Grünflächen, barrierefreien Zugängen, Fahrradstellplätzen und Pkw-Stellplätzen für Lehrkräfte.

 

Das Baudenkmal Gemeinschaftsgrundschule Lohberg wird zurzeit umfassend saniert und zum Bildungsinnovationszentrum ausgebaut. Außer dem Schulunterricht soll die GGS auch weitere Bildungs- und Beratungsaufgaben übernehmen und als Treffpunkt für Familien dienen. Auch die Außenanlagen entsprechen keineswegs mehr dem, was die Schulkinder heute brauchen. Der vor mehr als 60 Jahren geplante Schulhof ist übersät mit geflickten Stellen, die Spielgeräte sind aus Sicherheitsgründen teilweise abgebaut.

 

Gestaltung soll pädagogische Aufgaben unterstützen

 

Der Rat hat in seiner Sitzung am 17.12.2019 beschlossen, mehr als eine Million Euro in neue, kindgemäße Außenanlagen zu stecken. Das Ziel: Die zukünftige Gestaltung der GGS soll insgesamt den pädagogischen Anforderungen gerecht werden und die Lehrer*innen unterstützen.

Jasmin Pätzold, Fachdienst Grünflächen, meint dazu: „Das Ursprungsmaterial ist inzwischen marode. Der Schulhof wird von der einem Parkplatz ähnlichen Fläche mit schützenswertem Baumbestand zu einem vielfältigen und aufregenden Ort für die Kinder. Wir entfernen die alte Schwarzdecke, die Teer enthält. Der Schulhof wird naturnäher und bietet viel Abwechslung. Es gibt Zonen zum Rennen und Spielen und für den Rückzug, verschiedene Bodenbeläge und Sichtunterbrechungen.“

 

Folgendes ist vorgesehen:

 

Schulhofflächen für Bewegung und Ruhe, Flächen für Fahrräder und Pkw sowie die Feuerwehr, ein Konzept für Beleuchtung und Fluchtwege, Barrierefreiheit und der Erhalt des alten Baumbestandes, der prägend für die Gartenstadt ist. Eine denkmalgeschütze Wand, die bisher zum Torkicken genutzt wurde, erhält eine Barriere durch eine Spielfläche mit Häckselbelag.

 

Grünes Klassenzimmer aus Naturstein

 

Auf dem Schulhof sollen zwei Asphaltplätze entstehen: für Ballspiele, zum Inlinerfahren und zum Bemalen mit Kreide. Ein „grünes Klassenzimmer“ aus Natursteinblöcken wird in einen Rasenhügel integriert. In den Pausen dient es als Rückzugraum, zudem für den Unterricht „draußen“. Insgesamt zwei Hügel mit Spielgeräten bieten Gelegenheit zum Toben und Verstecken.

 

Stelzenparcours aus Baumstämmen

 

Der bestehende Spielbereich wird integriert, zwei neue kommen dazu. Besonders attraktiv für die Kinder dürfte der Stelzenparcours aus Baumstämmen, Findlingen und Sträuchern werden.

 

Alte Platanen und neue Jungbäume

 

Trotz der wertvollen alten Platanen wirkt der Schulhof bisher eher grau statt grün. Zukünftig dürfen die Schüler*innen selbst ein bisschen gärtnern und in Kübeln Blumen und Gemüse anpflanzen, für jeden Jahrgang gibt es einen. Die Standorte der Platanen bleiben unversiegelt, damit sie ungehindert dort leben können. Einige kleine Bäume, denen unter den Platanen das Licht fehlt, werden gefällt und durch Jungbäume an anderer Stelle ersetzt.

 

Zwei barrierefreie Zugänge

 

Stellplätze für Fahrräder sind vorgesehen. An der Lohbergstraße wird die Wegeführung entzerrt, der Haupteingang bekommt eine Rampe für Rollstuhlfahrer*innen. Ein zweiter barrierefreier Zugang entsteht an der Bergmannstraße, außerdem acht Pkw-Parkplätze. Das sogenannte „Straßenbegleitgrün“ im Umfeld der Schule wird erneuert.  

Sämtliche Sanierungsmaßnahmen sollen Anfang 2020 beginnen und möglichst Mitte 2020 abgeschlossen sein.

 

Text: Gudrun Heyder 

Fotos: Stadt Dinslaken

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