Parkwerk nahm mit Café, schwimmender Terrasse und Gästeführungen die Besucher mit auf Reisen ins Blaue. ©Vinken

CHOREOGRAFIE EINER LANDSCHAFT:
ein Geschenk an die Bürger!

 

Monate des künstlerischen Arbeitens und der kreativen Auseinandersetzung mit dem Bergpark in Dinslaken-Lohberg liegen hinter den Künstlern, deren vier Arbeiten gemeinsam die "Choreografie einer Landschaft" bilden. Im Juni 2015 wurden die Kunstwerke mit einem fröhlichen Fest an die Bürgerinnen und Bürger übergeben.

 

"Dieses Fest ist kein Abschluss, sondern der Auftakt für die weitere Entwicklung der Kunst-Projekte", sagte Markus Ambach, Kurator der "Choreografie einer Landschaft".

 

Die beiden skulpturalen Arbeiten – "Hase" von Thomas Schütte und "Ohne Titel" von Jakob Kolding – werden sicherlich ab jetzt kontroverse Diskurse in Gang setzen. Das Kunstprojekt "Parkwerk – lokale Reisen ins Blaue" ist ganz handfest noch im Aufbau: Die Bauarbeiten am Wasserturm, in dem das Projekt beheimatet ist, sind noch nicht abgeschlossen. Ein Verein für den Betrieb diverser Dienstleistungen im Park hat sich bereits gegründet und seine Arbeit aufgenommen. Martin Kaltwassers "Kraftwerk Lohberg" erhält noch den letzten Schliff. Es wird weiterhin nach "Paten" gesucht, die in Zukunft dort Sport treiben, um Energie für verschiedenste Freizeitvergüngen zu erzeugen.

 

 

Thomas Schütte: Hase. ©Frank Vinken

KUNST IM BERGPARK

 

Mit dem Bergpark in wurde in Dinslaken Lohberg Landschaft völlig neu gestaltet. In Korrespondenz zu diesem Prozess steht die zeitgenössische Kunst. Dabei wählten die Projektpartner gemeinsam mit dem Kurator Markus Ambach einen ungewöhnlichen Weg, Künstler für die Gestaltung des Bergparks zu gewinnen. Sie kombi-nierten ein kuratorisches Konzept mit einem umfassenden Werkstattverfahren.

 

Ein zehnköpfiger Fachbeirat wählte fünf Arbeiten zur Realisierung aus. Ihm gehörten neben Künstlern und Vertretern der Stadt unter anderem Gregor Jansen, Direktor der Kunsthalle Düsseldorf, Hans-Jürgen Hafner, Leiter des Düsseldorfer Kunstvereins für die Rheinlande und Westfalen und die künstlerische Leiterin von Urbane Künste Ruhr, Katja Aßmann, an.

 

Jakob Kolding: Ohne Titel. ©Vinken

Die so entstandene „Choreografie einer Landschaft“ bezieht sowohl das heterogene Umfeld des Parks sowie die Lohberger Bürgerinnen und Bürger mit ein. In den vergangenen Monaten haben installative und skulpturale, partizipative und sozial engagierte Projekte von Thomas Schütte, Jeanne van Heeswijk, Jakob Kolding sowie von Folke Köbberling und Martin Kaltwasser Gestalt angenommen.


Während Thomas Schütte und Jakob Kolding Skulpturen geschaffen haben, die im Kontext des postindustriellen Erbes und der neu entstehenden Landschaft stehen, haben die Teams um Jeanne van Heeswijk und Köbberling/Kaltwasser kollaborative Prozesse angestoßen: Ihre Kunstwerke sind gemeinsam mit Anwohnern – mit Menschen unterschiedlicher Herkunft und verschiedener Generationen – entstanden und schreiben sich noch weiter fort. Sie sind Zeichen eines lebendigen Miteinanders und gegenwärtigen Erlebens.

Künstler Martin Kaltwasser macht Strom. ©Frank Vinken

 

Ausführliche Informationen zum kuratorischen Konzept und zur aktuellen Entwicklung der Kunstwerke finden Sie hier!


 

 

 Die Kunstwerke

 

Folke Köbberling und Martin Kaltwasser: Kraftwerk

 

Jeanne van Heeswijk, Britt Jürgensen und Marcel van der Meijs: Parkwerk – lokale Reisen ins Blaue

 

Thomas Schütte: Hase

 

Jakob Kolding: ohne Titel

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